Menschen mit kleinem Budget, die psychisch oder physisch beeinträchtigt, suchtkrank oder betagt sind und die sich selbst keine vollwertige warme Mahlzeit kochen können, erhalten in Winterthur täglich eine warme Mahlzeit. Die Aktion läuft seit dem 6. April.

Mitte März 2020 hatte Marcel Mettler, Mitbegründer der Quellenhofstiftung Winterthur und Präsident der EAW (Evangelische Allianz Winterthur) die Idee für einen Mahlzeiten-Lieferdienst in Winterthur. Die Idee wurde in Koordination mit der Prävention und Suchthilfe der Stadt Winterthur weiterentwickelt und von der EAW aufgenommen. Zum Organisationsteam gehören weiter Andi Kleeli, Mitglied Vorstand EAW und Gemeindeleiter Freie Christengemeinde Winterthur, Doris Oberli, Sozialarbeiterin der Pfarrei St. Peter und Paul und Susanne Horak, Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit der Kath. Kirche in Winterthur. Angemeldet werden die Personen von sozialen Fachstellen.

Mitarbeitenden der Quellenhofstiftung kochen die Menüs und bereiten sie zur Auslieferung vor.
Von Montag bis Freitag übernehmen Freiwillige die Zustellung der Mahlzeiten. «Ein Mann erscheint immer auf dem Balkon, wenn ich mit dem Essen komme: «Das ist so lieb von euch, dass ihr das Essen bringt. Es ist nicht selbstverständlich und ich schätze es sehr!», erzählt ein freiwilliger Mitarbeiter begeistert. Die Freiwilligen liefern die Mahlzeiten gerne aus: «Es ist toll, die dankbar leuchtenden Augen der beschenkten Menschen zu sehen und so viele Komplimente für das feine Essen zu erhalten.» Eine Frau, die das Menü erhält, sagt: «Das Essen ist so fein – bitte richten Sie das aus. Wenn Ihr kommt ist es für mich der Höhepunkt am Tag. Abholen, aufwärmen, geniessen! Es hat mir wie eine Struktur in den Tag gegeben».

Über die sozialen Fachstellen meldeten sich in der ersten Woche 14 Personen, die den Mahlzeitendienst in Anspruch nahmen. Nach fünf Wochen beliefern wir bereits 58 Personen mit einer warmen Mahlzeit. Für die Mitarbeitenden der Quellenhofstiftung bedeutet das Projekt, dass auch während der Coronazeit ihr IV-Arbeitsplatz bzw. ihre Lehrstelle gesichert ist. Deshalb sind alle motiviert an der Arbeit!

Dank der konstruktiven und fokussierten Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen und städtischen Akteuren konnte der Mahlzeitendienst in kürzester Zeit aufgebaut und umgesetzt werden! Ein grosses Dankeschön an Alle!

 

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