„Was ist denn das für eine abstruse Frage“ – so werden wahrscheinlich die meisten Leserinnen und Leser denken, wenn sie mit dieser Seite zu lesen beginnen. Aber diese Frage ist mir tatsächlich durch den Kopf gegangen, als ich letzthin in April mit zwei Stellungnahmen zum neusten Schreiben von Papst Franziskus konfrontiert worden bin.
Dieses Schreiben heisst „Amoris Laetitia“ und ist das lehramtliche Schreiben des Papstes zur Bischofssynode über Ehe und Familie der vergangenen zwei Jahre.
Die beiden Stellungnahmen stammten beide aus der Feder eines Generalvikars des Bistums Chur und sie machten beide den Anschein eines Wettrennens. Gewonnen hat Zürich. Das Schreiben von Generalvikar Annen erreichte mich 17 Minuten vor dem Schreiben des Generalvikars Grichting – und wenn es nach meinem Befinden geht, dann bin ich vom Himmel in die Hölle geraten und kurz darauf wieder an meinem Schreibtisch in Oberwinterthur gelandet.

Das hohe Ideal
Damit ich nicht ungerecht werde, muss ich vorausschicken, dass ich zum Thema „Ehe und Familie“ in der katholischen Kirche eine dezidierte Meinung habe und dass diese Meinung sicher nicht zur Mehrheit zählt.
Genauer formuliert habe ich diese Meinung vor ungefähr zwanzig Jahren an meinem vorigen Wirkungsort im Fricktal während eines Podiumgesprächs. Meine zentrale Aussage damals war, dass die katholische Kirche nur eine sehr, sehr anspruchsvolle Form der Ehe kennt und keine andere Form gelten lässt. Aus diesem Grund ist das Scheitern in der katholischen Ehe fast schon einprogrammiert. Und darum bin ich bis heute der Meinung, dass es mehrere Formen der Ehe geben sollte. Schliesslich gibt es ja auch Breitensport und Spitzensport, und wer immer nur auf die Höchstleistung schaut, blinzelt automatisch auch in Richtung Doping.

Barmherzigkeit und Lehrmeinung
Von daher fühlte ich mich fast schon im Himmel, als ich den Kommentar von Generalvikar Annen las: Der Papst betont, dass man jetzt neu den Einzelfall anschauen muss. Der Papst sieht die Tatsache, dass ganz viele Eheleute immer wieder am Ideal scheitern – auch an den Idealen, die sie selber setzen, nicht nur am Ideal der Kirche. So soll man im Einzelfall immer wieder Orte der Liebe suchen und dort ansetzen, damit die Freude an der Liebe („Amoris Laetitia“) wachsen kann. Darum muss man all diesen Verbindungen auch immer mit Barmherzigkeit begegnen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Generalvikar Grichting dagegen betonte vehement, dass der Papst im Einklang mit der Bischofssynode die katholische Lehre nicht geändert habe. Die Ideale der katholischen Kirche hätten sich überhaupt nicht verändert und das habe der Papst mehrfach betont.
Mit dieser Aussage kann ich problemlos leben, denn auch ich stecke mir manchmal hohe Ziele und bin froh, wenn die Kirche auch aufzeigt, in welche Richtung das Leben gehen soll. Nur dass sich damit überhaupt nichts geändert habe – und das war die Intention des Kommentars von Generalvikar Grichting – das hat mich dann vom Himmel direkt in die Hölle stürzen lassen.

Die Realität im Blick
Endlich wagt es ein Papst einmal, die Realität in den Blick zu nehmen und nicht einfach zu behaupten, solange das Ideal nicht verwirklich sei, herrschten nur Sünde und Schuld. Endlich einmal wird auch die Not der Menschen mit diesen hohen Idealen thematisiert und werden Wege aufgezeigt, wie mit dieser Not umgegangen werden kann, ohne die Ideale zu verraten. Und dann kommen die Besitzstandwahrer daher und behaupten, gar nichts habe sich geändert! Es gelte immer noch Befehl und Gehorsam und es sei von Anfang an klar, wer befiehlt und wer gehorchen muss.
Ich war wirklich froh, dass ich nach dieser Himmel- und Höllenfahrt wieder im Alltag an meinem Schreibtisch in Oberwinterthur angekommen war.

Michael Weisshar-Aeschlimann, Gemeindeleiter St. Marien Oberwinterthur

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Fröhlichkeit oder gar eine Art von der Leichtigkeit des Seins kamen in mir kürzlich auf, als ich durch den Flohmarkt in der frühlingshaften Winterthurer Altstadt schlenderte. Die Sonne schien und die vielen Marktbesucher freuten sich an der ausgelegten Ware, dazwischen wuselten Kinder umher, verzaubert von all den Spielsachen die für wenig Geld zu haben wären.

Da, wie ein Blitz aus heiterem Himmel höre ich einen Schrei des Entsetzens, suchend drehe ich mich um und blicke eine Sekunde lang in die vor Panik und Schreck  aufgerissenen Augen einer jungen Frau, sie trägt ein Kopftuch und ist dunkel gekleidet. Ich begreife, dass sie wohl ihr Kind verloren hat, sie weint laut, voller Verzweiflung und stammelt in ihrer Sprache Wörter, die in so einem Moment wohl von allen verstanden werden.

Ende gut
Schnell bemühen sich einige Marktbesucher um die junge Frau und schon organisieren sich welche, um das kleine Mädchen, um das es sich handelt, und das wie vom Erdboden verschluckt scheint, zu suchen. Da kommt aber schon, zur allgemeinen Erleichterung die Marktaufsicht mit einem kleinen schwarzlockigen Mädchen daher. Es stürzt sich in die Arme seiner Mutter, wo es schnell sein Lächeln wieder findet. Wir, als hilflose, aber teilnahmsvolle Zuschauerinnen und Zuschauer sind natürlich erleichtert und froh, dass diese kleine, heftige Episode auf dem Flohmarkt ein so schnelles und gutes Ende genommen hat.

Nach einer kurzen, herzlichen Verabschiedung gehen wir erleichtert unserer Wege. Mir aber bleiben die aufgerissenen Augen, voller Panik und Schrecken, der Mutter unvergesslich, denn einen Sekundenbruchteil lang habe ich die Augen Tausender Mütter gesehen, die mit ihren Kindern, ihren Familien auf der Flucht sind, auf der Flucht vor Panik und Schrecken. Ein Bild, das mich nicht so leicht loslässt.

 

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Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Was vor kurzem noch undenkbar gewesen wäre, ist heute wieder salonfähig geworden, sei dies religiöser Fanatismus oder rechtsnationaler Rassismus. Ausgehend von banalen Geschichten wie einem verweigerten Handschlag werden unverhältnismässige Debatten geführt. Die Medien tragen mit dazu bei, einen neuen Kulturkampf herauf zu beschwören, etwa im Sinne, wie es der ehemalige Leiter der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Georg Kreis, formuliert hat:  «Radikale empören sich über Radikalismus.» Politisch endet das in Vorstössen von Bewegungen und Parteien, die Rechtsstaat, Verfassung und Menschenrechte unterhöhlen wollen. In diesem unsicheren Klima ist  es verständlich, dass die Bevölkerung verunsichert und irritiert ist.

Offene Jugendarbeit bietet Lösungsansätze
Die Lage scheint ausweglos zu sein und es ist schwierig geworden, sich für die Werte einer offenen und pluralistischen Gesellschaft einzusetzen. Wo bleibt die Vernunft? Wo sind Lösungsansätze zu finden? Hoffnung gibt es, wie es die Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative gezeigt hat! Die Zivilgesellschaft ist noch stark genug, sie kann selber denken und das Geschehen beeinflussen. Auch wenn es im ersten Blick nicht danach aussieht, die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist einen Bestandteil davon.

Stadt und Kirchen in der Trägerschaft
Besonders in Winterthur ist diese soziale Infrastruktur, die sowohl von der Stadt wie auch den Kirchen getragen wird, nicht mehr wegzudenken. Die offene Arbeit begleitet Kinder, Jugendliche, aber auch junge Erwachsene in die Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Prozesse. Hier können die Betroffenen Bildungsinhalten erwerben, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. Insbesondere für bildungsmässig und sozial benachteiligte junge Menschen leistet die Offene Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag zur Integration und Vermeidung von Ausgrenzung. Dies konnten wir im Vorfeld der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative eins zu eins feststellen: In unzähligen direkten Gesprächen in den Treffs haben sich viele junge Erwachsene zum ersten Mal Gedanken über ihre Rechte als Bürger gemacht. Sie haben begriffen, dass sie, unabhängig von ihrer Herkunft, Teil unseres Staates und unserer Gesellschaft sind. So hat es sich ergeben, dass am 28. Februar viele junge Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal in ihrem Leben abstimmen gegangen sind und ihr Meinung so kundgetan haben. Diesen jungen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, stärkt ihr Selbstwertgefühl und ist damit eine wichtige Voraussetzung, um Radikalismus in jeder Form überwinden zu können.

Stefan Heinichen ist Jugendarbeiter, unter anderem in der Pfarrei St. Marien, und bei der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus Berater für Roma und Sinti.

 

Zweisamkeit

Nur der Tonfall hat sich geändert, nicht aber der Inhalt der kirchlichen Doktrin – so haben viele Medien das jüngste Dokument des Papstes zu Ehe und Familie mit dem Titel „Amoris Laetitia“ (Freude der Liebe) beurteilt. Sicher stimmt die Wahrnehmung bezüglich des Tonfalls. Da schreibt der oberste Katholik leidenschaftlich wertschätzend über die Wunder der Liebe auch in ihrer erotischen Dimension, wirbt in blumenreicher Sprache für das Ideal einer treuen und fruchtbaren Partnerschaft von  Mann und Frau, hebt schon im Titel die „Freude“ hervor, die liebende Beziehungen ermöglichen. Weite Teile des Dokumentes stellen wirklich einen freudigen Lobpreis des „wunderbar komplexen“ Lebens dar – wobei „komplex“ ausdrücklich positiv gewertet wird.
Papst Franziskus selbst äussert im Vorwort die Vermutung, „dass alle sich am meisten durch das achte Kapitel angesprochen fühlen“. Dieser Textabschnitt trägt den Titel: „Die Zerbrechlichkeit begleiten, unterscheiden und eingliedern“. Darin werden all die Beziehungsformen thematisiert, die dem Ideal der unauflöslichen christlichen Ehe und Familie nicht oder nur teilweise entsprechen. Und hier gibt es klar inhaltlich weiterführende Ansätze im Vergleich zum dem, was bisher in der offiziellen katholischen Kirche Gültigkeit besass.

„Das positiv Gelebte würdigen“
Am bedeutsamsten scheint mir der mehrmals betonte Primat der Wirklichkeit vor der Lehre, der Vorrang des konkreten Einzelfalles vor dem abstrakten Ideal. Das päpstliche Schreiben formuliert keine neuen gesetzlichen Regelungen, sondern relativiert die bestehenden. Originalton: „Daher darf ein Hirte sich nicht damit zufrieden geben, gegenüber denen, die in ‚irregulären‘ Situationen leben, nur moralische Gesetze anzuwenden, als seien es Felsblöcke, die man auf das Leben von Menschen wirft.“ Vielmehr lädt der Papst ein, mitzufühlend, nicht verurteilend, die unterschiedlichsten Situationen der Menschen in ihrer Verschiedenheit zu begleiten, das darin positiv Gelebte zu  würdigen und den Auftrag des Evangeliums zu verwirklichen, alle einzubeziehen. (Der mögliche sakramentale Nicht-Ausschluss ist leider nur in eine Fussnote verwiesen, aber immerhin explizit erwähnt.)

Entscheidende Rolle des Gewissens
Dem Gewissen wird in unerhört neuer Weise eine entscheidende Rolle zugeschrieben, wörtlich: „Aufgrund der Erkenntnis, welches Gewicht die konkreten Bedingtheiten haben, können wir ergänzend sagen, dass das Gewissen der Menschen besser in den Umgang der Kirche mit manchen Situationen einbezogen werden muss, die objektiv unsere Auffassung der Ehe nicht verwirklichen.“

Logik der Integration
Ganz besonders geht es dem Papst um die „Logik der Integration“, die die Logik der Botschaft Jesu widergibt. Gegen jede „kalte Schreibtisch-Moral“ plädiert er für ein Klima, das uns „in den Zusammenhang einer pastoralen Unterscheidung voll barmherziger Liebe“ versetzt, „die immer geneigt ist zu verstehen, zu verzeihen, zu begleiten, zu hoffen und vor allem einzugliedern.“ Für eine solche Perspektive, die wirklich Türen zu öffnen vermag, bin ich dem Bruder Papst Franziskus dankbar.

Hugo Gehring

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Der Alltag steht nicht in bestem Ruf. Nicht umsonst reden wir vom grauen Alltag. In vielen Agenden sind die Werktage in schwarzer Schrift gehalten und nur die Sonn- und Feiertage rot herausgehoben. Die Botschaft scheint klar: Diese, die rot markierten, sind die herausragenden Tage – die andern sind zu bestehen, manchmal mit letzter Kraft zu überstehen.
Es gibt auch immer so viel zu erledigen. Und vor allem: Es hört nie auf. Denn des Erledigens ist kein Ende. So nützt die meist praktizierte Strategie, alles noch schneller zu erledigen, überhaupt nichts. Das ganze Leben wird so nur noch mehr zu einer Angelegenheit, die ich – möglichst schnell – erledige, um dann, selber erledigt, zum Eigentlichen zu kommen. Doch, was ist eigentlich?

Der Alltag hat Potenzial
Nichts gegen rot markierte Sonn- und Feiertage oder erwartungsfroh eingetragene Frei- und Ferientage! Wieso aber nicht versuchen, dem Alltag (und das ist immerhin der grösste Teil meines Lebens) etwas mehr Farbe abzugewinnen? Wirklich, der Alltag hat Potenzial! Ja, der Alltag mit seinen vielen kleinen Begegnungen und den vielen kleinen Dingen, die zu erledigen sind, birgt tatsächlich Farb-stoff genug für bunteste Erfahrungen…. wenn sie denn wahrgenommen werden!

Wider den Erledigungswahn
Notwendig dazu ist ein Mentalitätswechsel: vom «Wieviel» zum «Wie» ich etwas mache, sage, erledige. Was nützt es, wenn einer beste Antworten auf die grossen Fragen des Lebens weiss, aber mit dem Kleinkram des Lebens nicht umzugehen weiss? Zum Mentalitätswechsel gehört das Ablegen von jenem Erledigungswahn, welcher uns unaufhörlich antreibt und nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Stattdessen wird sich eine neue Empfindsamkeit und Empfänglichkeit für die Kostbarkeiten des Augenblicks einstellen.
All das schreibt und liest sich schnell, braucht aber einen langen Übungsweg. Ein solcher Übungsweg können sogenannte Exerzitien im Alltag sein, die hier in Winterthur sowohl von reformierten Kirchgemeinden wie katholischen Pfarreien angeboten werden (im Internet leicht zu finden). Auf einem solchen Übungsweg wird bewusst versucht, dem Reichtum des eigenen Lebens auf die Spur zu kommen und das Potenzial des Alltags zu heben.
In manchen Kursen werden die Teilnehmenden dazu angeleitet, noch mehr aus ihrem (zukünftigen) Leben zu machen. Hier geht es darum, mehr in seinem (jetzigen) Leben zu entdecken. Wieso nicht mal versuchen, das Aussergewöhnliche im Gewöhnlichen zu finden? Wieso nicht Staunen über das, was ist, anstatt alles als selbstverständlich hinzunehmen? Wieso nicht mal eine Liebeserklärung an das ganz Gewöhnliche?

Weil Gott sich oft im Kleinen versteckt
Nie mehr vergessen werde ich, wie ich vor drei Jahren nach einem Unfall wieder das einfache Laufen lernen musste. Und in dieser Zeit verfasste ich eine Liebeserklärung an meine Füsse und Beine, die mich bislang so treu über Stock und Stein getragen hatten. Nur wäre es mir bis dato schlicht nicht in den Sinn gekommen, sie mal zärtlich zu streicheln und zu sagen, wie dankbar ich ihnen bin.
Was oder wer in ihrem Leben hat schon längst eine solche Liebeserklärung (wieder mal) verdient? Übrigens, wer so das Leben wahrzunehmen beginnt, ist auf dem besten Weg zu jener Erfahrung, die Ignatius von Loyola (der Gründer des Jesuitenordens und «Erfinder» der Exerzitien) so umschreibt: «Gott in allem suchen und finden».
Wer sagt denn bloss, «der Teufel steckt im Detail»?! Nein, Gott versteckt sich oft im Kleinen – haben wir diese weihnächtliche Lektion bereits vergessen?

Stefan Staubli ist Pfarrer in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul.

Adventsbus 2014

Die ersten Lichterbäume, die ich als Kind sah, was waren sie zauberhaft. In unserem Dorf gab es zwei davon: einen beim Dorfbrunnen, den andern bei der Papeterie. Im Schaufenster der Papeterie fuhr eine Spielzeugeisenbahn ihre Runden. Wir drückten uns am kalten Glas die Nasen weiss. Vielleicht will es einem scheinen, mein Kindheitsadvent sei eine schlichte, dunkle Angelegenheit gewesen. Ich widerspreche, denn Dunkelheit mit einzelnen Lichtpunkten ist genau mein Ding.

Im Advent habe ich eine Aufgabe. Ich will meinen eigenen Lichtpunkt setzen: Eine Weihnachtsgeschichte oder ein -gedicht will ich schreiben. Das ist schwierig. Es gibt schliesslich einzigartige Weihnachtsgeschichten: Dickens A christmas carol, Henrys Geschenk der Weisen oder Roseggers Als ich Christtagsfreude holen ging. Berührende, kluge und magische Erzählungen.

So sitze ich jeweils im Advent mit solchen Vorbildern, in leichter Anti-Weihnachts-Stimmung und mit dem Anspruch, Kitsch zu vermeiden, vor meinem PC. Da ist es nicht verwunderlich, wenn ziemlich viel Schräges oder gar Bissiges bei meinen Übungen herauskommt.

Weshalb tust du dir das an?, fragte ein Kollegin. Meine Antwort: Weil ich nicht hinterfragen will. Weil ich hinterfragen muss. Weil ich im Advent warte. Weil ich vom Advent nichts erwarte. Weil ich etwas verloren habe. Weil ich etwas wiederfinden will. Weil ich mehr habe als ich brauche. Weil ich unmögliche Aufgaben brauche.

Dann sah ich das Foto eines Busses. Rot, mit Girlanden und Sternen geschmückt und gerade so, als sei er meiner Jugendzeit entsprungen. Zu diesem Bild gehörte die Aufforderung, Weihnachtstexte einzureichen. Da sass ich nun vor meinen seltsamen Weihnachtsgeschichten und der Frage: Passt das in einen von Winterthurer Kirchen ausgeschriebenen Wettbewerb. Nichts davon war fromm, klug oder lehrreich. Aber wer weiss, dachte ich.

Wochen später sitze ich im Adventsbus: vor mir ein Mikrophon. Mein Fauteuil steht in der Mitte des Busses. Ganz hinten haben zwei charmante Männer Musikinstrumente installiert. Vorne werden Billette geknipst, der Busfahrer in Uniform scheint aus den 70ern hergezaubert. Die Fahrt geht Richtung Seen. Ich lese und ich spüre, mit mir sind Menschen. Vielleicht hören sie zu, vielleicht träumen sie, vielleicht kann ich sie mit meinen Geschichten forttragen: in die Wüste, in einen verschneiten Wald, an die See…

Sie haben es mir nicht erzählt: Sie sind eingestiegen, mit uns durch den Abend gefahren, wieder ausgestiegen. Eine Fahrt fast wie jede andere auch. Nur dass es diesmal ein sinnliches Erlebnis war: das Rollen des Busses, Schaukeln, Abbremsen, staunende Gesichter, bunte Lichter allüberall – und, als käme sie von weit her, leicht verwischt von den Eindrücken und der Bewegung des Gefährts, eine beschwingte, elegante Musik.

Vielleicht aber sassen wir alle gar nicht in einem Bus, sondern in einer Fähre. Draussen war nicht Winterthur, sondern die Weite des Meers. Wir schaukelten nicht nach Seen, sondern auf die Isle of Christmas. Wenn das mal keine schräge Geschichte wird …

Dieser Text ist auch erschienen in der Kolumne „glaubenssache“ des Winterthurer Stadtanzeigers

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Päpstliche Verlautbarungen zum Schutz des Lebens, zu den Themen Frieden und Gerechtigkeit hat es schon viele gegeben. Aber die jüngste Schrift vom Papst, der sich bewusst Franziskus genannt hat, geht inhaltlich weiter: Sie ist ein radikaler Aufruf zu Gunsten „unserer Schwester, der Mutter Erde“, gleichzeitig auch eine radikale Anklageschrift gegen die Klima- und Umweltsünden. Doch hier sei nicht der flammende Appell des Papstes angesichts der weltweiten ökologischen Katastrophe in den Mittelpunkt gestellt, sondern seine zärtliche Zuwendung zur Schöpfung. Da zeichnet sich eine für die jüdisch-christliche Tradition neue Spiritualität der Naturliebe ab.

Wenig Tradition in der Bibel
Tatsächlich gibt es in der Bibel wenig Glaubensmotive auf Grund von Naturbewunderung. Da, wo die biblischen Texte entstanden sind, hat man die meisten Naturvorgänge den Göttern zugeschrieben: den Lauf von Sonne, Mond und Sternen, Wetterereignisse wie ein Gewitter, die Fruchtbarkeit der Erde – alles Werke der Götter. Dagegen haben sich die monotheistischen Juden und Christen abgegrenzt. Ihr Gott zeigt sich bevorzugt in der Geschichte: so beim Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten, aber auch in menschlichen Schicksalen und vor allem in prophetischen Gestalten.

Der heilige Franziskus und die Präsenz Gottes in der Natur
Erst ums Jahr 1200 n. Chr. hat Franz von Assisi mit seinem Sonnengesang, der mit „Laudato si“ beginnt, ein neues Verhältnis der Christen zur Natur eröffnet. Franziskus lobt in diesem Lied Gott für Schwester Sonne und Bruder Mond und die Sterne, für alle vier Elemente, die er auch als Schwestern und Brüder bezeichnet, ja am Schluss sogar für den Bruder Tod – eine ausserordentliche Dichtung, die die Präsenz Gottes in der Natur wahrnimmt und uns Menschen in eine familiäre Beziehung zu den nicht-menschlichen Mitgeschöpfen stellt. Über diesen Heiligen schreibt der Jesuiten-Papst in der Enzyklika ausdrücklich (Nr. 10): „Ich nahm seinen Namen an als eine Art Leitbild und als eine Inspiration … An ihm wird man gewahr, bis zu welchem Punkt die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden sind.“

Den Garten Eden pflegen
Das ist wahrlich aktuell! Denn einerseits fordert uns die bedrohliche Umweltzerstörung heraus, uns unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung bewusst zu werden. Darum ist es gut, wenn der biblisch orientierte Glaube den Auftrag der Schöpfungserzählung „Macht euch die Erde untertan!“ nicht als Freipass für die Ausbeutung der Natur durch den Menschen versteht, sondern zusammenliest mit der anderen Aufgabe des ersten Menschen: den Garten Eden – unsere Welt – „zu bebauen und zu behüten“.
Andererseits könnte uns eine neue Schöpfungsfrömmigkeit weit über die Grenzen der Religionszugehörigkeiten verbinden. Jetzt in der sommerlichen Zeit gibt es Gelegenheit zu vielen Naturerlebnissen – am Meer, in den Bergen, an einem See, im Wald, mit Tieren und Pflanzen. Vielleicht kommen wir dabei so richtig ins Staunen über die Wunder der Natur. Und stimmen ein ins Lied: „Laudato si – gelobt seist du!“

Dieser Text ist auch erschienen in der Wandzeitung Winterthur.

Weingut an der hessischen Bergstraße

«Ich bin hier im Hotel, ich kann mich einfach an den Tisch setzen, brauche keinen Abfallsack nach draussen zu tragen…!»

«Ich hatte eine schöne Wohnung und einen gepflegten Garten, alles ist weg, Möbel konnte ich fast keine mitnehmen!»

Mit so unterschiedlichen Einstellungen sprechen Menschen vom Wohnen im Alterszentrum. Es sind deshalb drei Gedanken, die mich bei meiner Arbeit begleiten:

Wenn eine Bildhauerin ein Werk erschafft, dann haut sie zuerst die grossen Steinbrocken weg, anschliessend gibt sie dem Stein mit immer gezielteren Schlägen die Form, die ihr vorschwebt. Aber die ganze letzte Etappe ist der Kleinarbeit gewidmet, erst das geduldige Ausarbeiten und Schleifen vollenden das Kunstwerk. Als junge Menschen treffen wir grosse Entscheidungen, dann verwirklichen wir unsere Träume. Die Vollendung des Kunstwerkes unseres Lebens liegt oft im den geduldigen Schritten des Reifens, wenn keine grossen Späne mehr fliegen.
Vielleicht ist das Bild des Bauens noch treffender: Wer ein Haus baut, erstellt recht schnell den Rohbau. Genauso lange dauert die Fertigstellung. Für den Besitzer wird das Haus aber erst dann persönlich, wenn er es liebevoll einrichtet.
Im Alter geschieht die Vollendung nach innen. Ich bewundere, was aus einem zerfurchten Gesicht spricht und bin fasziniert, wenn aus einem fast erloschenen äusserlichen Bewusstsein ein wunderbares Leuchten in die Augen aufsteigt.

Manche bedauern den «Verlust ihrer Selbständigkeit». Es will gelernt sein, sich helfen zu lassen; ganz besonders in der Körperpflege ist das nicht einfach. Aber waren wir denn je selbständig? Sicher nicht als Kleinkinder und Kinder, auch nicht als Schüler, wo Lehrerpersönlichkeiten uns prägten; auch nicht im Beruf, wo das Gelingen oft von den Mitarbeitern abhängt. Und wer erntet noch sein eigenes Brot? Wer kann sein Klima schützen?

«Was kann ich denn noch tun?» Sehr viel! Die Tochter einer Bewohnerin sagte mir einmal: Wenn ich zur Mutter komme, tauche ich ein in eine andere Welt. Wenn ich sie im Rollstuhl durch den Garten schiebe, sehe ich mit ihr plötzlich wieder Pflanzen wachsen, höre Vögel pfeifen. Was träumen Menschen im Arbeitsprozess nicht von Entschleunigung! Und das ist nicht das Einzige, was die Senioren uns bieten können, auch das Zuhören, das Anteil nehmen.

Ich durfte erfahren, dass Altwerden auch bedeutet, den Sinn für das Wesentliche zu schärfen. Oft wechselt das Gespräch sehr schnell vom Small Talk zu zentralen Lebenserfahrungen und existentiellen Fragen. Im Alter stellt man Lebensfragen nicht mehr spielerisch, sondern ganz, aus einer vorher ungeahnten Tiefe heraus. Viele Glaubensvorstellungen verlieren ihren äusseren Glanz und machen tiefer Verbundenheit, Staunen und herzlicher Dankbarkeit Platz. Nicht selten wächst gleichzeitig der Zweifel. Es ist mir wichtig, die Leute mit den Fragen nach dem Sterben, dem Sinn des Lebens und mit ihren gut verborgenen Ängsten nicht allein zu lassen, wenn Angehörige zu betroffen sind und vor solchen Gesprächen zurückweichen.

Totale 1

Über das Alt werden und das Sterben hat am Wochenende in Winterthur eine sehr gut besuchte Veranstaltung stattgefunden. Endlich über dieses Tabu offen sprechen zu können– das war für viele der selbst hochaltrigen Teilnehmenden befreiend. Selbstbestimmung im Alter ist ein Thema, das viele Fragen aufwirft.

«Das Leben sammeln, indem ich über die Wiese der zurückliegenden Jahre gehe und all die Blumen pflücke, die dort wachsen und wuchsen, und sie zu einem Strauss zusammenfüge: die bunten, schönen, aber auch die verdorrten oder dornenvollen.» So kann alt werden gehen – vielleicht nicht für alle Menschen, aber für die Frau, die dem Winterthurer Seelsorger Peter Koller mit diesen Worten beschrieb, wie sie auf ihr Leben zurückblickt. Der katholische Seelsorger erzählte das Beispiel der «Lebenssammlerin» an der Podiumsdiskussion der Veranstaltung «Erfolgreich alt werden – erfolgreich sterben!?», die am Samstag, 30. Mai 2015, in Winterthur stattgefunden hat.

Brennende Fragen
Alt werden und sterben in einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, die aber gleichzeitig Jugendlichkeit, Dynamik und Leistungsfähigkeit zum Mass aller Dinge macht, ist eine Herausforderung. Das machte der grosse Publikumsaufmarsch deutlich: Gegen 170 Teilnehmerinnen hatten den Weg in das Pfarreizentrum St. Urban in Seen gefunden, hörten der Podiumsdiskussion zu, stellten Fragen an die Referentinnen und Referenten, nahmen engagiert an Workshops und anschliessend am Gottesdienst teil. Neben dem katholischen Seelsorger Peter Koller diskutierten auf dem Podium die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Bernadette Ruhwinkel, die Psychologin Doris Held, die Leiterin des benachbarten Altersheims St. Urban Brigitte Müller und die Altersheimbewohnerin Marlisa Schmocker sowie Franziska Müller Gaja, die die Pflege am Zentrum für Palliativmedizin des Kantonsspitals Winterthur leitet. Selbstbestimmung im Alter und im Sterben ist ein Thema, das unter den Nägeln brennt. Gedanken von Seelsorgenden sind dabei genauso wichtig wie Informationsvermittlung von medizinischen und psychologischen Fachpersonen.

 

Selbstbestimmung ist keine Altersfrage
Eines machte die Veranstaltung ebenfalls deutlich: Alt zu werden geht einher mit Verlust, das lässt sich nicht schönreden: Es ist der Verlust von Kraft und Mobilität, von Aufgaben und Fähigkeiten, von anderen Menschen. Doch nicht notgedrungen von der Selbstbestimmung. So das Votum der Winterthurer Psychologin und Meditationslehrerin Doris Held: «Selbstbestimmung heisst einfach: Ich will. Und das kann man in jeder Lebensphase.», erklärte sie eindringlich. Die Alterspsychiaterin und -psychologin Dr. Bernadette Ruhwinkel unterstrich dies: Jüngere Menschen seien nicht in jedem Lebensaspekt absolut selbstbestimmt und alte nur fremdbestimmt, jedes Alter habe seine Rahmenbedingungen, aber in jedem Alter könne man sich dort Selbstbestimmung sichern, wo sie einem wichtig sei. Und dies seien mit zunehmenden Jahren oft Aspekte der Lebensgestaltung, wenn Einschränkungen oder Krankheiten sich zeigen würden.

 

Mehr als die Wahl des Todeszeitpunktes

Dass die Selbstbestimmung nicht lediglich die Wahl des Todeszeitpunktes sei, wie es Sterbehilfeorganisationen anbieten, betonte auch Brigitte Müller, die Leiterin des Altersheimes St. Urban in Seen: Heute komme eine Generation von Gästen ins Altersheim, die verlangt, dass ihren individuellen Ansprüchen in der Lebensgestaltung Platz eingeräumt werde, sagte die Altersheimleiterin: «Das ist für uns oft eine Herausforderung, aber richtig und wichtig. Bewohnerinnen und Bewohner mieten hier ein Zimmer inklusive Service, ihr Leben sollen sie aber weiter selbst bestimmen können.» Marlisa Schmocker, die seit einem halben Jahr im Altersheim St. Urban wohnt, hat sich aus eigenen Stücken entschlossen, ihre Wohnung gegen ein Zimmer im Altersheim einzutauschen: «Ich habe selbst meinen Mann und verschiedene Angehörige gepflegt, ich weiss, was das heisst und ich wollte es meinen Kindern nicht zumuten.» Dass die Selbstbestimmung am Lebensende nach wie vor ein grosses Tabuthema ist, verdeutlichte Marlisa Schmocker aber auch: «Es wird auch im Altersheim nicht über das Sterben geredet. Man weiss vielleicht voneinander, wer eine Patientenverfügung hat, aber mehr nicht.»

 

Reden über das Tabu Sterben
Dabei sei es zentral, über das Sterben und was einem persönlich am Lebensende wichtig sei, zu sprechen, forderte Franziska Trüb Gaja, die die Pflege am Zentrum für Palliativmedizin am Kantonsspital Winterthur leitet: Ob beispielsweise eine Chemo- oder andere Therapie durchgeführt werde und was das für die Lebensqualität heisse, werde heute mit den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen diskutiert. Oft würden nicht besprochene Grundsätze, unausgesprochene Ängste, ungeklärte Fragen, ungelöste Konflikte solche Roundtable-Gespräche erschweren. «Wenn jemand stirbt, wurde in rund fünfzig Prozent aller Fälle ein bewusster Entscheid gefällt», erklärte auch die Psychiaterin Dr. Bernadette Ruhwinkel. Eine Patientenverfügung leiste deshalb wichtige erste Klärungsarbeit «Erste» war hier ein wichtiges Stichwort: Viele spirituelle, psychosoziale und medizinische Aspekte rund um das Lebensende konnten an der Veranstaltung nur angetippt werden. Einer Vertiefung, speziell auch der spirituellen Aspekte, kann sich die Katholische Kirche in Winterthur durchaus noch annehmen.

Wollen Sie sterben?
Will ich sterben?
Wollen?!
Nein, ich will nicht, zumindest nicht jetzt, sterben.
Müssen Sie, muss ich sterben?
Natürlich müssen wir sterben.
Müssen?!

Nicht wollen, sondern müssen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich viele Fragen, Ängste, Erwartungen und Hoffnungen, wenn ich und wahrscheinlich auch Sie ans Älterwerden und ans Sterben denken. Einige der grössten Errungenschaften in unserer Gesellschaft sind für die meisten Menschen Selbständigkeit, Kontrolle und Einfluss in allen Lebensbereichen. Gleichzeitig gibt es auch den gesellschaftlichen Druck, leistungsfähig zu sein und für sich selbst zu sorgen. Mit dem Älterwerden ist jedoch ein zunehmender Verlust von Autonomie und Selbständigkeit verbunden: nicht selber können, nicht wollen dürfen, sondern müssen müssen! Wir müssen Falten bekommen, Krankheiten aushalten, die Erwerbstätigkeit aufgeben, immobil werden, das Sterben von Angehörigen und Freunden ertragen und zunehmend die Hilfe und Unterstützung von anderen Menschen annehmen.

Halt!

Wenn Sie den bis jetzt geschriebenen Text lesen, könnten Sie den Eindruck bekommen, Älterwerden sei nur mit negativen Erlebnissen verbunden. Älterwerden und Sterben seien gleich bedeutend mit Warten auf den Tod! Nein, natürlich nicht! Älterwerden hat auch viele freudige und positive Seiten.
Aber wie könnte das gehen, dass beim Älterwerden die negativen und positiven Aspekte in Balance sein können? Dass Älter werden nicht «Warten auf den Tod», sondern Leben, möglichst «erfülltes Leben bis zum Tod», bedeutet?

Auf diese und weitere Fragen versucht eine Veranstaltung mit dem, vielleicht provokanten, Titel «Erfolgreich alt werden – erfolgreich sterben!? Wie alt werden geht.» Antworten zu finden. Zuerst werden verschiedene Fachleute auf einem Podium miteinander diskutieren, anschliessend können Sie an Workshops zu verschiedenen Themen teilnehmen. Der Anlass findet am Samstag, 30.Mai im Pfarreizentrum St. Urban von 14.15 – 20.30 Uhr statt. Er wird von der Katholischen Kirche in Winterthur organisiert und ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie auf www.kath-winterthur.ch.